Mitteilung Nr. 109 vom 18.03.2010
Dehne Topfpflanzen: Kraftwerk soll günstige Abwärme liefern
Biomasseheizkraftwerk soll Gartenbaubetriebe in der Gärtnersiedlung Wiesmoor-Hinrichsfehn mit günstiger Wärme versorgen. Inbetriebnahme für Herbst 2011 geplant. Wärmelieferverträge zwischen Betreibern und Gartenbaubetrieben bereits unterzeichnet.
Wärme für Wiesmoor - unter diesem Motto wird ein Biomasse-Heizkraftwerk in der Blumenstadt Wiesmoor im Herzen Ostfrieslands geplant. Das Kraftwerk wird zum Jahreswechsel 2011/2012 in unmittelbarer Nähe zur Gärtnersiedlung Hinrichsfehn den Betrieb aufnehmen. Fast 7 MWth/h Wärmeenergie wird verschiedenen Wiesmoorer Gartenbaubetrieben zur Beheizung der über 30 Hektar großen Gewächshausflächen zur Verfügung gestellt.
 Dehne Topfpflanzen - ein Biomasseheizkraftwerk soll günstige Abwärme liefern.
Die Verteilung der Wärme wird über ein 9 km langes Fernwärmenetz erfolgen. Über eine Dampfturbine und einen Turbogenerator werden außerdem 1,5 MWel/h Strom in das Netz der EWE eingespeist und so den Bürgern als Grünstrom angeboten.
Neben der Wertschöpfung für die Region, dem Wettbewerbsvorteil der Gärtnereibetriebe und dem umweltverträglichen Energiekonzept bietet diese Projektion auch den Betreibern des Heizkraftwerks enorme Sicherheit: Die Einspeisevergütung ist durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) gesetzlich auf 20 Jahre festgelegt, mit den Gärtnereibetrieben wurden langfristige Wärmelieferverträge abgeschlossen und auch die Brennstoffversorgung ist langfristig über einen Liefervertrag abgesichert.
Als Brennstoff dienen ausschließlich nachwachsende Rohstoffe (NAWARO), dazu zählen Grünschnitt, Holz und holzartige Stoffe aus der Landschaftspflege. Dieses kommunal gesicherte Material wird durch einen versierten Entsorgungsfachbetrieb aus der Region Weser-Ems zusammengetragen, fachgerecht aufbereitet und dem Heizkraftwerk bereitgestellt.
Neben der Schaffung neuer Arbeitsplätze im Heizkraftwerk, werden auch bestehende Arbeitsplätze in Wiesmoor gesichert: Die Wiesmoorer Gärtnereibetriebe erhalten für über 10 Jahre Planungssicherheit. ?Der günstige Wärmepreis stärkt die Wettbewerbsposition der Wiesmoorer Topfpflanzenbetriebe und schafft neue Möglichkeiten zur Expansion.?, erklärt Gartenbauunternehmer Lars Dehne. Alle drei Produktionsstandorte der Dehne Topfpflanzen GmbH & Co. KG werden an das Fernwärmenetz angeschlossen, die Verträge seien bereits unterzeichnet.
Durch das komplexe Energieprojekt wird auch die regionale Wirtschaftskraft gestärkt: Geld, das sonst für Energieimporte ausgegeben wurde, bleibt in der Region. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei dem Einsatz umweltfreundlicher Biomasse zur Energieerzeugung ist der enorme Beitrag zum Schutz der Atmosphäre durch die Reduktion schädlicher Emissionen und die CO2-Neutralität des Brennstoffes.
Das erfahrene Team um die Betreiber Christoph Schüssler und Mario Tsiknas zeichnet sich durch langjährige fachliche Kompetenz aus, die dieses Projekt zu einem Gewinn für alle Seiten macht, nicht zuletzt für die Natur und den Menschen.
Mehr zum Thema können Sie auf unserem Gartenbau-Portal GABOT (www.gabot.de) lesen:
GABOT-Artikel "Wiesmoor: Biomasseheizkraftwerk in Gärtnersiedlung geplant"
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